Wenn du auf der Suche nach einem neuen Drucker bist, wird dir die Druckgeschwindigkeit als eines der Hauptmerkmale begegnen. Sie gibt an, wie schnell ein Gerät Dokumente ausgeben kann – und spielt besonders dann eine Rolle, wenn regelmäßig größere Druckaufträge anstehen.
Wie wird die Druckgeschwindigkeit gemessen?
Damit man die Leistung unterschiedlicher Druckermodelle objektiv vergleichen kann, gibt es standardisierte Verfahren zur Messung. Schon in den 1970er-Jahren wurde dafür ein spezieller Geschäftsbrief – der sogenannte „Dr.-Grauert-Brief“ – entwickelt. Dieser war Teil der Norm DIN ISO/IEC 10561 und diente ursprünglich der Leistungsermittlung von Nadeldruckern.
Für moderne Laserdrucker und andere digitale Drucksysteme ist dieses Verfahren allerdings nicht mehr zeitgemäß. Heute kommt daher häufiger die Norm ISO/IEC 24734 zum Einsatz. Sie sorgt für einheitliche Bedingungen bei Tests und berücksichtigt viele aktuelle Drucktechnologien. Hersteller müssen sich an bestimmte Testdateien und Abläufe halten – das macht die Werte realistischer, als es früher oft der Fall war.
Welche Einheiten werden verwendet?
Je nachdem, mit welchem Druckverfahren du arbeitest, wird die Geschwindigkeit unterschiedlich angegeben:
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Seiten pro Minute (Seiten/min oder ppm): Diese Einheit wird häufig bei Büro- und Heimdruckern genutzt, die Einzelblätter bedrucken. Allerdings ist die Vergleichbarkeit eingeschränkt – unterschiedliche Papierformate beeinflussen das Ergebnis.
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ipm (Images per Minute): Bei Druckern, die nach der ISO-Norm 24734 getestet wurden, ist ipm gängiger. Hier geht es eher um die Anzahl verarbeiteter Abbildungen oder standardisierter Dokumente pro Minute.
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mm/s (Millimeter pro Sekunde): Bei Endlosdruckern wie Thermodirektdruckern oder Thermotransferdruckern – die oft mit Endlosmaterial arbeiten – ergibt eine Seitenangabe wenig Sinn. Hier zählt die Länge des bedruckten Materials pro Sekunde. Ein Gerät mit 250 mm/s schafft also 25 cm pro Sekunde oder satte 15 Meter pro Minute.
Theorie vs. Praxis
Die von Herstellern angegebenen Geschwindigkeiten sind oft unter Idealbedingungen gemessen. In deinem Alltag sieht das aber meist etwas anders aus. Die tatsächliche Druckdauer hängt zum Beispiel vom Druckbild, der verwendeten Software, der Schnittstelle (z.?B. USB, WLAN oder Netzwerk) und der Rechnerleistung ab. Deshalb gilt: Nutze die Herstellerangabe als grobe Orientierung – aber verlasse dich nicht blind darauf.
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